Loire

Stolz und wild
Die Loire ist der längste Fluss Frankreichs. Sie entspringt am Mont Gerbier des Joncs in der Ardèche und fließt zunächst in nord-westliche Richtung, bevor sie dann bei Orléans ihre Richtung nach Westen ändert, um nach insgesamt 1012 km bei Saint-Nazaire in den Atlantik zu münden. Die Loire wurde seit dem Mittelalter immer wieder ausgebaut und war bis ins 19. Jahrhundert die wichtigste Kommunikationsachse Frankreichs. Der als launisch geltende Fluss wurde damals von der Marine der Loire beschifft. Deren Boote, "gabares" genannt, besaßen einen flachen Boden und einen großen, einziehbaren Mast, damit man unter Brücken hindurchfahren konnte. Im Jahre 1838 wurde zwischen Briare und Digoin ein Seitenkanal zur Loire geschaffen, weil deren unregelmäßige Wasserführung teilweise Versandung zur Folge hatte.
Trotz einiger Staudämme und Deiche, die die Dörfer vor Überschwemmungen schützen sollen, ist die Loire der « letzte wilde Strom » Frankreichs. An ihren Ufern liegen Naturschutzgebiete, die für ihre reiche Fauna und Flora bekannt sind. Die « königliche Loire» zwischen Sully-sur-Loire und Chalonnes wurde in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

